Cannabis Kinderärzte Legalisierung

Der Berufsverband der Kinderärzte stellt sich wegen der Pandemie gegen die Legalisierung von Cannabis und nennt als Grund das Leid der Jugend (Bild von Elf-Moondance auf Pixabay).

Die sogenannten Wasserträger stützen jede Regierung und natürlich war das in Deutschland beim Thema Hanf lange Zeit besonders gut zu beobachten. Freilich herrscht nun glücklicherweise auch rund um Haschisch und Marihuana nicht mehr das System Merkel und kaum hat sich die frische Ampel-Koalition zur Freigabe von THC bekannt, da kommen all jene Bedenkenträger zum Vorschein, die sich so schön schon so lange gut eingerichtet hatten in einer vorsintflutlichen Drogenpolitik. Aktuell melden sich Mediziner vom Berufsverband der Jugend- und Kinderärzte zu Wort, die wollen doch tatsächlich das Kiffen weiter verbieten mit Verweis auf das Coronavirus! Die Legalisierung von Cannabis sei keine gute Idee und zwar wegen der Pandemie, die doch so viele Nachteile für Heranwachsende mit sich gebracht habe. Nun sind nicht überall die Maßnahmen gleich und ein Gutteil der psychischen Störungen gerade bei Minderjährigen dürfte auf die Politik zurückgehen – warum versucht man weiterhin, die Konsumenten von Gras gegen den Rest der Gesellschaft mit Verweis auf angebliche Gefahren ausspielen?

Starker Anstieg bei psychischen Störungen durch Corona-Maßnahmen

Betroffen sind logischerweise viele Kids und Teenager, die mit Maske viele Stunden im Klassenzimmer hocken durften, keine Freunde zu Gesicht bekamen und ständig das Gefühl hatten, irgendwie infektiös, gefährlich, eine Bedrohung selbst für die eigene Familie zu sein. Mit Kiffen hat das nichts zu tun, wird aber nun auf absurd verschwurbelte Weise tatsächlich Verbindung gebracht. Depressionen zum Beispiel seien bei jungen Menschen um 28 Prozent zugenommen, Einweisungen in die Psychiatrie stiegen bei Minderjährigen in der Pandemie um gleich mal 42 Prozent.

Verantwortlich dafür ist nicht Cannabis, sondern sind Leute wie Jens Spahn oder auch Karl Lauterbach, die Ängste fördern und Vernunft wie Selbstverantwortung beim Virus genauso ablehnen wie beim THC. Anstatt jedoch diese Politiker und viele mehr der selbsternannten „Eliten“ direkt anzugehen verlegen sich die Mediziner auf ein altes, scheinbar äußerst beliebtes Lied und halten die bevorstehende Legalisierung von Hanf in der jetzigen Situation für unzumutbar. Das Leid der Kids dürfe nicht noch mehr ignoriert werden und deshalb sollten erwachsene Menschen für den Konsum der Heilpflanze Marihuana doch bitte weiterhin in den Knast wandern.

Wissenschaftliche Fakten zum Cannabis werden verdreht, Hanf-Studien ignoriert

Kennen wir alles etwa bei der Frage nach dem Ursprung des Coronavirus. Die Kinderärzte erzählen von den USA, wo nach der Legalisierung von Marihuana angeblich viele Jugendliche kiffen – Studien hingegen zeigen das komplette Gegenteil. Eigene Untersuchungen legt der bundesdeutsche Ärzte Verband wie üblich selbstredend keine vor, meint aber ernsthaft, dass erwachsene Kiffer das Gras ständig an Kids weiterreichen! Auch der erst kürzlich aufs Neue untersuchte Rückgang vom Schwarzmarkt für THC und Gras wird bestritten. Die Bundesregierung sei naiv bei diesem Thema und besser ist weiterhin Einsperren, Schikane, Gängelei.

Eine Freigabe hätte laut dieser „Experten“ gar keine Vorteile. Aktuell ständig beigemischte Streckmittel im Cannabis gäbe es wegen der vorgeblich hinterlistigen Eltern und Verkäufer weiterhin. Bemüht werden wie zu erwarten die Psychosen durch Kiffen und sogar Suizide – wie erwähnt eben ohne auch nur eine Studie zu zitieren, die es so wahrscheinlich auch gar nicht gibt. 

Weiter wird Gras mit Alkohol verglichen, was echten Wissenschaftlern heute nur noch ein Lächeln auf die Lippen lockt. Bier und Schnaps sind Suchtgifte, während Hanf sehr wohl als Heilmittel fungiert und man muss schon sehr verbohrt sein und wohl auch verliebt in die seit Jahren zugeteilten Pfründe um wirklich alle Anti-Cannabis Fake News aufzuzählen die noch irgendwie in den Köpfen solcher Kalkriesen herumspuken. Zum Schluss kommt deshalb der Verweis auf „steigende Inzidenzen“ und als Beobachter fragt man sich, ob der starke Anstieg bei den psychischen Störungen junger Leute solchen Verbänden möglicherweise sogar recht ist – wie könnte man sich angesichts solcher Denke über Cannabinoide sonst überhaupt wichtigmachen?