Cannabis Asche Qualität

Gibt die Asche von Cannabis nach dem Kiffen Auskunft über die Qualität vom Hanf und wie lässt sich Fake Gras im Aschenbecher erkennen? (Bild von Shutterbug75 auf Pixabay).

Erfahrene Kiffer streiten sich manchmal über die Rückstände vom Gras im Aschenbecher und sind der Ansicht, dass die Farbe der Asche Auskunft gibt über die Qualität von Hanf. Nun könnten wir zwar auch auf die eigentliche Wirkung verweisen bei solchem Farbenspiel, aber grundsätzlich ist schon was dran an dieser Debatte und das auch in Deutschland beim Dealer manchmal verkaufte Fake Cannabis und die fiesen Streckmittel sind relativ leicht am Verbrennungsrückstand zu erkennen. Wirkung und Wirksamkeit jedoch hier direkt abzuleiten könnte auch den Marihuana eigenen Fake News zuzurechnen sein und wir haben uns das Problem mit Cannabis Asche und der Qualität mal angeschaut, dazu ein paar selbsternannte Experten befragt und Untersuchungen aus freien Ländern wie den USA oder Kanada gesichtet.

Die Meinungen der Kiffer zum Aschenbecher

Bevor wir uns die Wissenschaft dazu ansehen ein Blick auf die Theorien zur Cannabis Asche der Kiffer, schließlich haben die eine Menge Erfahrung und viele Hanfsorten probiert. Häufig wird erzählt, das Spülen beim Cannabis anbauen führe beim später geernteten Gras zu weißer Asche. Andere wiederum halten dunkle bis schwarze Rückstände schlicht für das Ergebnis von zu feuchtem Marihuana im Joint oder in der Bong. Während letzteres durchaus logisch klingt – auch eine nasse Zigarette brennt schlecht und kokelt in erster Linie vor sich hin – ist die Story vom Spülen der Wurzeln. Dabei geht’s um das Ausscheiden von Düngemitteln etwa 10 Tage vor dem Ernten und wenn dabei zu viel Feuchtigkeit im Erdreich bleibt soll das beim Kiffen dann zu dunkleren Rückständen führen.

Denken wir hier mal kurz an das Lagerfeuer und an feuchtes Holz. Trockene Scheite knistern und brennen sauber runter bis zur dann tatsächlich weißen Glut, während nicht ganz ausgetrocknetes Material kohlt und eben nicht optimal durchlodert. 

Zusätzlich wird von Hanfbauern und Kiffern häufig auf den Prozess vom Trocknen und Kurieren als Qualitätsmerkmal auch bei den Rückständen verwiesen. Wer das Gras vom Hanf abschneidet und nur kurz in einen Beutel packt und dann verkaufen oder konsumieren will, hat kaum Freude an solchem Material. Es dauert mehrere Wochen das Marihuana abhängen und austrocknen zu lassen und zur Veredelung kommt es in ein Glas mit Schraubverschluss, das dann über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen nur einmal am Tag für wenige Minuten geöffnet wird. Auf diese Weise entfalten sich die Trichome, Terpene und damit die Wirksamkeit der Cannabinoide optimal, so ähnlich wie beim Einlagern der Weinfässer oder von Whiskey. Cannabis lässt durch diese Kur dann optimal rauchen.

Was sagt die Hanf Wissenschaft?

Vor allem das Spülen steht aktuell im Blickfeld der Forschung. Und die meint es gäbe kaum Anhaltspunkte für die Färbung der Asche durch das vollständige Ausscheidung von Dünger vor dem Abernten – möglicherweise ist es ja ein Mythos, den gerissene Cannabisbauern zur Preisung ihrer Spülmethoden sich ausgedacht haben? Es gibt dazu sogar Doppelblind-Studien, bei denen die Rückstände schließlich verglichen wurden, doch rein biochemisch sind keine echten empirischen Hinweise zu finden. Wenn nun aber kalifornische Hippies mit Jahrzehnten Erfahrung meinen, sie könnten Hanf ohne Spülung schmecken, dann bildet die sich das wahrscheinlich nicht ein und wir wollen das Ganze mal als vorerst ungeklärt abhaken.

Eine Färbung der Asche kann darüber hinaus aber auch folgende Ursachen haben:

  • zu viel Feuchtigkeit in den Grasblüten,
  • schlecht gerollter Joint,
  • sehr klebrige Hanfsorten.

Kenner meinen deshalb, man solle in erster Linie auf den Geschmack achten und die Farbe der Asche könnte in erster Linie auf die Konsummethode zurückgehen. Beim Vaporizer wird bekanntlich verdampft und das kann dann dunkel aussehen, auch wenn die Qualität hoch ist – ein Joint hingegen verbrennt das gesamte Hanfmaterial und hat ordentlich Wind im Rücken, was ebenso eine weiße Färbung der Rückstände begünstigen kann. Bong und Eimer rauchen hingegen funktionieren ein bisschen anders und ein vollständiges Durchbrennen ist bei einem gerollten Dübel schlicht offensichtlicher.

Streckmittel im Cannabis: Brix, Haarspray, Blei – die Liste ist lang und weil die Bundesregierung das Cannabis immer noch nicht legalisiert für erwachsene Steuerzahler, werden die beim Dealer manchmal beschissen und bekommen Hanf mit giftigen Substanzen verkauft. Diese Streckmittel führen aber in der Regel entweder zu einem widerlichen Aroma schon beim ersten Zug oder es bildet sich eben tatsächlich keine weiße Asche, sondern ein klebriger, kokelnder Brei. Sollte ein Joint also ekelhaft schmecken und die Asche nicht wie gewohnt abfallen in möglichst heller Tönung, dann ist Euer Gras vielleicht gestreckt und der Konsum ist dann nicht mehr empfehlenswert.