Psilocybin Legalisierung UNO

Eine Initiative treibt die Neubewertung von Psychedelika durch die UNO voran und es geht vor allem um eine globale Legalisierung von Psilocybin (Bild von Michael M auf Pixabay).

Ab und zu müssen wir als Kiffer und Fans von Cannabis über den Tellerrand schauen, schließlich werden auch bei anderen Substanzen viele Menschen massiv unterdrückt und eine Freigabe beziehungsweise moderne Drogenpolitik könnte eine Menge Elend verhindern. Aktuell gibt’s zunehmend mehr Wirbel um psychedelische Substanzen wie Zauberpilze, LSD und MDMA. Deren Konsum ist genauso verbreitet wie die Einnahme von Hanf und es gibt mittlerweile Experten aus Politik, Gesundheit und Forschung, die könnten sich solche bis dato als Drogen bezeichneten Stoffe auch als Therapeutikum vorstellen. Heute deshalb mal ein Blick auf eine Initiative zur Legalisierung von Psilocybin durch die UNO und auf diesen Wirkstoff aus Magic Mushrooms, die möglicherweise viel Potential bieten bei einer umsichtigen Anwendung.

Cannabis und Psychedelika als Spiegelbild der Moderne

Und zwar gilt das für die Gesetzgebung selbst! Staaten, die im 21. Jahrhundert Kiffer immer noch jagen und einsperren, auspeitschen und mit Sanktionen wie dem Verlust vom Führerschein bedrohen, werden meistens von kleinen oder großen Diktatoren geführt. Mindestens handelt es sich bei den Verantwortlichen um Leute wie Jens Spahn von der CDU/CSU, der das Verbot beim Cannabis zum Schutz der Pharmaindustrie aufrecht erhalten wollte – oder wir haben es mit sprichwörtlichen Verbrechern zu tun wie Rodrigo Dutere auf den Philippinen, der am liebsten alle Hanfkonsumenten persönlich erschießen würde.

Doch der Wind dreht sich und mit Fake News über Cannabinoide kommt man nur noch in China, Saudi-Arabien und in einigen Teilen Bayerns durch. 

Bei Magic Mushrooms ist die Situation freilich noch wie beim Gras vor Jahrzehnten und die Konsumenten gelten obwohl niemals gefährlich als bedrohliche Kriminelle! Wenn der Säufer vor der Kaufhalle rumliegt und später vielleicht Prügeleien anzettelt, dann gibt’s vor Gericht gerne einen Strafnachlass mit Verweis auf den Alkohol, aber bei Psilocybin in den Zauberpilzen oder LSD packen Richter gerne noch was drauf in der Annahme, die Leute mit solchen Substanzen im Blut wären praktisch einsatzbereite Psychopathen. Taugt daher die Evolution der Cannabis Freigabe als unermüdliche Klage vor Gericht, als Lobbyismus und letztendlich Druck auf unwillige Politiker auch für psychedelische Drogen?

Gesundheitliche Risiken durch Zauberpilze praktisch ausgeschlossen

Ok, es gibt natürlich Leute, die fahren berauscht das Auto gegen eine Leitplanke oder bilden sich ein, sie könnten fliegen, aber beim Konsum von Psychedelika an sich zu sterben oder auch nur ernsthaft krank zu werden ist sehr unwahrscheinlich. Dazu gibt’s ausreichend Forschung und wer sich hinstellt und von Krebs bis Psychosen alles mögliche über Wirkstoffe wie Psilocybin behauptet, hat entweder keine Ahnung oder versucht es wie so häufig mit böswilligen Falschinformationen.

Um den Zustand der Strafverfolgung zu ändern engagiert sich eine Truppe gegen die im Jahre 1971 beschlossene „UN Convention on Psychotropic Substances“.

Im Deutschen meint das eine bei der UNO getroffene Abmachung zwischen Staatsführern über den Umgang mit Psychedelika. Da zu dieser Zeit die Präsidenten, Kanzler und Premierminister bis hin zu Königen und Sultanen allesamt Männer waren und meistens (viel) Alkohol tranken war ein Verständnis von Substanzen wie den Zauberpilzen unmöglich. Mal wieder leidet die Menschheit immer noch unter Verträgen, die so heute kaum noch jemand abschließen würde mit Blick auf seriöse Wissenschaft und Medizin. Einfach und mutig aufkündigen will aber auch keiner und so müssen wie üblich die Bürger selber ran wenn es um Verbesserungen geht.

Konsum und Forschung zu Psilocybin sollten entkriminalisiert werden

Eine „International Therapeutic Psilocybin Rescheduling Initiative“ möchte das durchsetzen und engagiert sich direkt bei den Vereinten Nationen in New York. Dort werden Klassen und Kategorien für Substanzen die als Drogen gelten festgelegt. Magic Mushrooms könnten aber dank dem enthaltenen Wirkstoff einiges an Optionen bieten bei der Behandlung von Traumata und von Störungen, die nicht mal auf Cannabis ansprechen. Nicht umsonst setzen tapfere Psychiater ähnliche Substanzen wie Meskalin und LSD immer mal wieder ein und erzielen gute Erfolge zum Beispiel beim Aufbrechen von Blockaden oder dem Freilegen von Erinnerungen, die überwunden werden müssen.

Missbrauch und Sucht wie gerne kolportiert sind für Pilze und Psilocybin kaum denkbar. Niemand wird sich täglich mit Magic Mushrooms berauschen und der vorgebliche Schwarzmarkt gilt gemeinhin als sehr überschaubar. 

Die meisten Konsumenten bauen Zauberpilze selber an oder tauschen mit Bekannten, so dass kriminelle Organisationen bis hin zu Banden und Kartellen bei Psychedelika kaum in Erscheinung treten. Die UNO wählt man sich als Plattform, weil dort in 2020 auch der Status von Cannabis geändert wurde und von CBD und selbst wenn das viele Länder immer noch versuchen zu ignorieren ist der Weg das Ziel. Ob Deutschland mit seiner eigentlich recht frischen Ampel Regierung sich beteiligt ist aber nicht abzuschätzen, schließlich müssen Parteien und Medien nach Äonen von Fake News erstmal den Hanf verdauen als legales Genussmittel für Erwachsene.