DEA Forschung Psychedelika

Die US-Drogenbehörde DEA erhöht die Produktion von Psychedelika wie LSD und Magic Mushrooms zur besseren Erforschung solcher Substanz (Bild von Okan Caliskan auf Pixabay).

Moderne Länder erforschen seit einiger Zeit neben Cannabis vor allem auch psychedelische Substanzen. Zauberpilze, LSD, MDMA – die Liste ist lang und wie in der Wirtschaft und Medizinforschung erhoffen sich zum Beispiel die Behörden in den USA mehr Verständnis, so dass gerade eine Erhöhung der Quoten für den Anbau respektive die Gewinnung beschlossen wurde. Psychische Krankheiten von Schizophrenie bis PTSD etwa bei Soldaten könnten sich effizient behandeln lassen und während Deutschland beim Militär das Steuergeld vor allem in die Gender-Sprache steckt investiert man in Übersee in eine vielleicht schon bald revolutionäre Therapie für von Kriegspsychosen betroffene Veteranen. Selbst die berüchtigte Behörde DEA ist bei der Forschung rund um Psychedelika beteiligt und nach all den Jahren und der absurden Jagd auf Hanfkonsumenten und Co zeigt das einmal mehr die erstaunliche Bereitschaft zum Fortschritt in den Vereinigten Staaten.

Wissenschaft fordert höhere Mengen Magic Mushrooms für Untersuchungen

Bei uns in der BRD wird dazu selbstverständlich nichts erforscht, sondern man verliert sich immer noch im trunksüchtigen Gerede über Rauschgift und selbst wenn nun endlich wenigstens die Legalisierung von Cannabis ansteht, so bleibt Deutschland nach der endlosen Merkel Herrschaft trotzdem auf längere Sicht wohl vor allem ein Entwicklungsland. Die DEA hingegen gab vor einigen Tagen bekannt, man werde viel mehr LSD produzieren und mehr Zauberpilze anbauen, da aus der Wissenschaft entsprechene Forderungen kommen für eine eingängigere Analyse dieser Substanzen.

In den Magic Mushrooms steckt bekanntlich Psilocybin, von dem letztes Jahr gerade mal 30 Gramm gewonnen wurden – nun hat man die Quote auf gleich mal 8 Kilo erhöht! 

Dadurch soll dem medizinischen Bedarf und der massiven Nachfrage entsprochen werden, was in den USA an erster Stelle stehen soll. Amtsträger und Beamte haben endlich erkannt, dass in Psychedelika enormes therapeutisches Potential schlummert, was übrigens entsprechende Aktien an der Börse schon im vergangenen Jahr enorme Kurssteigerungen eingebracht hat. Andere quotenmäßig gesteigerte Substanzen sind DMT und MDA, um nur einige zu nennen.

Psychedelische Substanzen als Medizin vor der Legalisierung?

Wenn wir Parallelen ziehen wollen zwischen Hanf als Haschisch und Marihuana, der übrigens auch von der DEA in immer größeren Mengen benötigt wird für die Forschung, dann dürfte eine Freigabe der Magic Mushrooms und von LSD näher rücken. Bundesstaaten wie Oregon bestrafen den Konsum und geringen Besitz schon gar nicht mehr! Und ehrlich gesagt ist ein Strafrecht, das Konsumenten von Kräuter und Pflanzen sanktioniert, wohl nur noch für Politiker etwa von der CDU/CSU nachvollziehbar, die schweren Alkoholismus fördern statt sich auf moderne Medizinforschung zu konzentrieren.

Sonderfall Meskalin: Dieser Stoff wird wie Kenner wissen aus dem Peyote Kaktus gewonnen – der allerdings eine Art Sakrament darstellt für in Amerika lebende, indigene Völkerschaften. Die meldeten sich über Verbände der „Native American Church“ nach Veröffentlichung der Quoten sogleich zu Wort und baten um eine eigene Produktion bei den Behörden, schließlich wächst der Kaktus nicht so schnell wie die Hanfpflanze. Ws wäre ein Desaster für Kult und Ritus der Indianer, wenn die plötzlich kein Meskalin mehr in der freien Natur finden! Bei der DEA beruhigte man sofort und verwies auf die Gewinnung der Substanz aus synthetischer Herstellung, so dass Rausch und transzendente Erfahrungen für alle garantiert bleiben. 

Cannabis wird übrigens zu gut drei Tonnen benötigt und man darf schon fragen, warum zum Vergleich die deutsche Bundesregierung für hiesige Patienten eine fast ähnlich geringe Menge vorsieht als Bedarf – während in Übersee dieses Volumen alleine nur für die Forschung vorhanden ist! Wer krank ist in Deutschland und keine Lust hat auf die fiesen Nebenwirkungen der chemischen Keule kommt nur sehr schwer an den hochwirksamen Medizinalhanf und ist schlechter versorgt als jede amerikanische Universität, die an Gras Untersuchungen durchführt.

Beobachter halten eine langsame Freigabe der psychedelischen Substanzen in modernen Ländern für wahrscheinlich. Schon forderten jüngst etwa die Generalstaatsanwälte in Washington eine Erlaubnis, Magic Mushrooms für Krebspatienten zu erlauben und wir sind gespannt, ob die Substanzen in der Betrachtung Stück für Stück genauso normalisiert werden wie das bei Haschisch und Marihuana nach jahrelangem Kampf ebenso gewesen ist. Ob die neue Ampelregierung in Deutschland die enormen Chancen einer solchen Forschung zu LSD und MDMA erkennt oder bleibt die BRD weiterhin im Sog einer Drogenpolitik, die möglichst harte Strafen als Selbstzweck betrachtet?