Cannabis in Kalifornien

Cannabis News kommen aus Kalifornien, wo der Nachschub mit Hanf bedroht ist und aus Zypern, Mexiko und von der EU, die sich qua Parlament um eine Verbesserung beim Hanf bemüht.

Unser Blick um den Globus geht bei den Cannabis News dieses Mal zunächst nach Zypern, wo die Cannabis Medizin endlich erlaubt ist. Auch bei der EU selbst, im Parlament von Straßburg, ist man nicht so ganz untätig und setzt sich für Hanf-Fertigpräparate ein, auch wenn das zugleich eine Mogelpackung in puncto Bürgernähe bedeutet. In Kalifornien hingegen sorgen bürokratische Verwicklungen vielleicht schon bald für einen Engpass und seit gut einer Woche sind Haschisch und Marihuana entkriminalisiert.

Zypern: Cannabismedizin wird legalisiert

Auf der schönen Insel im Mittelmeer, dem sonnenverwöhnten Zypern, wird nun auch Cannabis als Medizin legalisiert. Wurde ja auch Zeit, schließlich sind Anbau, Im- und Export und eben die Verwendung von Hanfmedizin in immer mehr Staaten legal und das haben sich jüngst nun auch die Abgeordneten im zypriotischen Parlament zu Herzen genommen. Nazis wie Kommunisten stimmten übrigens dagegen, das ist also nichts Neues zwischen Paphos und Limassol.

Wie läuft die Legalisierung von Cannabis auf Zypern?

Zunächst einmal sollen drei Lizenzen für die Kultivierung der Hanfpflanze ausgegeben werden, in den nächsten 15 Jahren. Was genau diese zeitliche Frist soll wissen wir auch nicht, aber das ist wahrscheinlich irgendeine bürokratische Festlegung um möglichst bekannte Unternehmen zum Anbau auf Zypern zu bewegen. Man sagt sogar konkret, dass kleine Cannabis Firmen nicht berücksichtigt werden können – es geht schließlich um Sicherheit, Qualität und um die Austrocknung des Schwarzmarkts. Ob Zypern das rechtlich einfach so durchbekommt? In Deutschland haben kleine Unternehmen aus der Hanf-Branche geklagt gegen willkürliche Limitierung durch den Staat.

Schon verlieren sich die Politiker in Wunschträumen und malen sich hohe Umsätze und Steuereinnahmen aus, das kennen wir aus der Türkei, aus Puerto Rico oder auch aus Simbabwe, wo gleichfalls die Charge in der Verantwortung den Hanf als Allheilmittel für mieses Wirtschaften sieht. Natürlich hat Zypern optimale Bedingungen dank viel Sonne und ordentlichen Höhenlagen, aber ob man sich deshalb sofort wird messen können mit den Niederlanden, die von Politikern als Beispiel zitiert werden? Klar sind hunderte Millionen Euro Einnahmen drin, aber dafür muss Zypern auch investieren und sich bemühen, was wir dann doch erstmal abwarten wollen.

Cannabis Legalisierung für alle: Ist auf Zypern noch nicht geplant, logisch, es geht ja erstmal los mit Hanfmedizin – und die eingangs erwähnten Parteien und Konservativen mauern im Land gegen den Hanf wie auch in Deutschland. Aber wie uns die Historie in den USA oder auch in Kanada zeigt, kommt erst die Medizin und dann die Legalisierung und in wenigen Jahren können wir mit Sicherheit in den schönen zypriotischen Buchten einen Joint ohne Sorge vor dem Gesetz rauchen.

USA: Kalifornien vor Cannabis-Engpass im Sommer?

Eine einzigartige bürokratische Idiotie offenbart sich dieser Tage im Legal State Kalifornien: Im Zuge der letzten Jahres erfolgten Legalisierung gaben die Behörden nur befristete Lizenzen aus für die Hanfbauern, die sind nun aber bald ausgelaufen – und man kommt in den Ämtern mit dem Ausstellen neuer Konzessionen nicht hinterher! Mit mehr als 40.000 US-Dollar ist die Lizenz nicht gerade preiswert, aber begehrt – doch jetzt droht dank der verfahrenen Situation sogar ein Engpass beim Cannabis zwischen San Francisco und Los Angeles!

Illegaler Hanf weiterhin überall verfügbar

Faktisch betrifft die möglicherweise miese Situation beim Nachschub nur die legal operierenden Hanfbauern. Das aktuelle Problem ist also eindeutig den Behörden anzulasten, obwohl diese seit 2016 – damals fiel das Votum der Wähler pro Freigabe aus – Zeit hatten, um die Legalisierung besser vorzubereiten. Jetzt herrscht Stress in den Amtsstuben und schon versucht man den Hanfproduzenten die Schuld zuzuschieben, etwa durch die Erwähnung irgendwelcher Fristen, von denen wir bis dato nichts gehört hatten. Schätzungen zufolge wird es im Sommer um die 150 Lizenzen geben in Kalifornien, unbefristet und rechtlich wasserdicht.

Dem steht ein Konsum von mehr als 600 Tonnen pro Jahr Haschisch und Marihuana gegenüber allein in diesem Bundesstaat an der amerikanischen Westküste! Es ist durchaus möglich, dass sich im gerade erst entstehenden Gewerbe erste Risse zeigen wegen dieser bürokratischen Idiotie und Fehlplanung, auch wenn wir natürlich keine Angst schüren möchten. Derzeit sind wohl noch um die 6000 befristete Lizenzen im Umlauf – Wir werden in den nächsten Monaten berichten, wie es weitergeht in Kalifornien mit dem Cannabis.

Mexiko: Die ersten Tage der Cannabis-Entkriminalisierung

Bekanntlich hat ein mutiges Gericht in Mexiko letztes Jahr den Weg freigemacht für die Legalisierung von Cannabis und vor wenigen Tagen traten die rechtlichen Neuerungen in Kraft. Zumindest können sich Kiffer nun auf den Obersten Gerichtshof berufen und dürfen nicht mehr von Polizei und Justiz für den privaten Konsum von Hanf verfolgt werden. Hat Mexiko Grund zum Feiern?

Bisher keine Diskussion in der Öffentlichkeit

Offenbar gibt’s einen Pakt in Mexiko von Politik und Medien, unliebsame Themen zu verschweigen, so wie das in Deutschland auch der Fall ist. So wurde am 22.2.19, dem Tag der unveränderlichen Gültigkeit der richterlichen Entscheidung, kaum berichtet in den Zeitungen – der sogenannte „Amparo“ als verfassungsrechtlicher Schutz gegenüber Strafverfolgung bei Hanf wäre doch eigentlich eine Menge Berichte wert! Konsum, Anbau und Transport von Cannabis sind nicht mehr verboten in Mexiko – vor einem Verbot und den Verfolgungen stehen nach Ansicht der Richter die höher einzustufenden Persönlichkeitsrechte auf freie Meinung und Gesundheit.

EU / Straßburg: Cannabis als Thema im EU-Parlament

Ja, tatsächlich: Das europäische Parlament ist lauf Kartelltheorie zwar nur eine Scheininstitution zur Beruhigung der Bürger, aber immerhin symbolisch kann man in Brüssel auch mal was zu Cannabis sagen – schließlich ist die Mehrheit in Europa pro Hanf und wir haben uns beim THC.Guide schon lange gewundert, warum die Eurokraten dieses Thema nicht ein bisschen offensiver angehen. Fürchten sich Juncker und Tusk etwa vor Angela Merkel oder dem Salvini Gespenst in Italien, die beide zwar unterschiedlich nicht sein können, beim Hanf aber konsequent auf Hass und Panikmache setzen?

Resolution von Cannabis als Medizin verabschiedet

Es wird gefordert von den Parlamentariern in Brüssel, dass man künftig Hanfmedizin vom Gebrauch von Cannabis unterscheiden möge. Das ist zwar extrem schwammig und eigentlich auch sinnlos – Haschisch und Marihuana werden von den meisten Menschen mal als Medizin, mal als Genussmittel verwendet, ohne dass die Leute dann auf dem Strich landen oder ihren Hausstand verkaufen müssen für die Droge. Aber gut, soweit ist man bei der EU noch nicht – fordert die Mitgliedsländer aber wenigstens auf es den Ärzten in der Beurteilung und Anwendung von Cannabis zu überlassen, was genau verschrieben wird.

Fertigpräparate aus Cannabis als Winkelzug in Richtung Korruption?

Wenn freilich die Eurokraten lediglich Sativex als fertiges Präparat erlauben wollen, dann riecht das schon gewaltig nach Korruption. Warum auch Blüten und Speisen und Getränke erlauben, wenn man bequem eine chemische Aufmachung herstellen und importieren lässt und sich auf diese Weise simpel gut stellen kann mit den Herstellern? Das einzig hilfreiche Momentum ist deshalb für Patienten derzeit, dass sie auf die EU bei der Krankenkasse verweisen können, die auch Präparate wie eben Sativex oft nicht bezahlen will. Zwar kostet das Ganze im Schnitt gut 10 bis 20mal soviel wie Marihuana als Hanfblüten, aber Geld haben sie in Straßburg und Brüssel genug, da denkt man nicht so lange nach über mögliche Kosten für Patienten und Steuerzahler.