Hunde Cannabis Kot

Eine neue Studie zeigt, dass ausgerechnet menschlicher Kot ein Risiko für Hunde sein kann wenn die Besitzer der Vierbeiner Cannabis konsumieren.

Empfindliche Leute sollten diesen Bericht über eine Studie rund um das Erleichtern auf der Toilette vielleicht nicht lesen, denn es wird ein bisschen stinkig beim Kiffen. Forscher haben herausgefunden, dass Haustiere und die mit einer feinen Nase ausgestatteten Hunde den Kot von Cannabis konsumierenden Besitzer gelegentlich fressen und das ist nach Ansicht der Veterinär Wissenschaft ein Risiko. Bekanntlich sollte niemand Bello oder auch Katzen und sonstige Tiere im Haushalt mit THC Qualm anpusten und wenn die verfressenen Kreaturen gar Hanfkekse verspeisen ist ein fetter, bei den Vierbeinern freilich wenig erquicklicher Rausch die Folge. Was auf dem Klo übrig bleibt scheint nach der frischen Untersuchung noch gefährlicher und wir wollen mal schauen, wie das in der Realität zusammengeht.

Australische Tierärzte und Hundewelpen auf THC

Nun ist es sicher nicht die Regel, dass unsere Hunde in den Abort kriechen und dort sozusagen die Schüssel als kulinarische Raffinesse auslecken. Was eklig klingt findet in der Praxis natürlich so gut wie nie statt und offenbar haben die Forscher in Australien nach Welpen geschaut, die beispielsweise im Freien unseren Kot fressen wenn wir wirklich mal schnell ins Gebüsch geeilt sind. Insgesamt 15 Fälle von jungen Hunden wurden analysiert, die innerhalb von zehn Jahren mit Verdacht auf eine Vergiftung mit Cannabis in Behandlung kamen beim Tierarzt und deren Instinkt sie auch vor unseren Ausscheidungen und Fäkalien nicht zurückschrecken ließ.

Beschrieben werden dabei unkoordinierte Bewegungen, erweiterte Pupillen, Inkontinenz und Verstopfungen. Durch einen Urintest wurde das THC im Hund nachgewiesen und immerhin meinen die Forscher, dass es schon eine recht ordentliche Menge Hanf braucht, damit die Dogs davon so beeinträchtigt sind. Bekanntlich gibt’s mittlerweile eine Menge Studien, die kleinen Mengen sogar therapeutische Effekte für Tiere nachweisen. Eine winzige Grasblüte in Bellos Maul ist also nicht per se ein Problem, aber grundsätzlich sollten wir Cannabinoide von den Kläffern unbedingt fernhalten und das hat mit der tierischen Gehirnstruktur zu tun.

Wo finden Hunde menschlichen Kot mit Cannabis?

Das ist die Frage, aber Ihr werdet erstaunt sein zu lesen, dass sehr wohl viel gekackt wird an der frischen Luft – vom Strand über Parks bis hin zum Wald am Rand vom Campingplatz liegt unser Kot herum und Hund streunt nun mal gerne, frisst zudem solche Ausscheidungen nicht nur von den Artgenossen sehr häufig. Steckt da Cannabis drin gibt’s ein Problem, denn wir Menschen haben dank des Hippocampus im Gehirn gelernt, einen THC Rausch zu genießen – beim Haustier fehlt diese Region jedoch und die für uns wohltuende, inspirierende Wirkung von Gras beim Kiffen ist für die Kreaturen der reinste Horrortrip!

Wissenschaftlicher Terminus für das Essen von Kot ist die sogenannte Koprophagie. An sich erstmal nichts ungewöhnliches, aber nach Ansicht der Forscher könnten ausgerechnet die anwesenden Cannabinoide das eigentlich widerliche Mahl für Vierbeiner attraktiver machen. Auch dürfte der Vorgang nicht so selten sein, finden sich doch zahlreiche Berichte von Besitzern, die über Hunde und deren seltsames Verhalten nach dem Verspeisen von Fäkalien etwa beim Gassi gehen schreiben.

Immerhin schließt die neue Analyse aus Down Under mit der Empfehlung, die verfügbaren Hanfsorten auch mit Blick auf den Besitz von Haustieren auszuwählen. Einige Strains werden sehr wohl gut vertragen, Stichwort CBD, und wer ab und zu mal Durchfall hat und so weiter und sich in den Büschen erleichtert, sollte den Hund entweder davonjagen oder eben nur fressen lassen, was nach Ansicht der Tiermedizin keine großen Probleme verursacht. Mit dem nicht berauschenden Cannabidiol werden bekanntlich Hunde und Katzen etwa bei einer Arthrose behandelt oder bei Angststörungen und angesichts der neuen Untersuchung sind Besitzer aufgerufen sich immer noch ein Stückweit verantwortungsvoller zu verhalten in Zeiten einer Legalisierung von Cannabis.