Top 5 Cannabis Dealer

Wir zeigen Euch die coolsten Dealer aller Zeiten und auch Leute wie Organisationen, deren Handel mit Hanf für die Öffentlichkeit sehr wichtig gewesen ist in den Zeiten vor der Legalisierung. (Bild von Bruno Glätsch auf Pixabay)

Bevor diese Figuren in Zeiten der Cannabis Legalisierung in Vergessenheit geraten, wollen wir uns die coolsten und wichtigsten Dealer noch mal genauer anschauen. Immerhin haben Figuren und Organisationen wie die hier gleich aufgeführten über Jahrzehnte die Bevölkerung mit Hanf versorgt, dabei enorme Risiken auf sich genommen – und natürlich auch riesige Profite gemacht! Obwohl Haschisch und Marihuana heute legalisiert werden als Medizin und Genussmittel, ist es noch gar nicht so lange her, da mussten in den USA und Kanada mutige Dealer auf ähnlich heimliche Weise Gras schmuggeln wie das heute noch in Deutschland unter Merkel und Spahn als Regierung nötig ist.

Top 5 Cannabis Dealer – Warum diese Auswahl?

Grundsätzlich lassen sich immer irgendwelche Top Listen abschreiben, aber wir haben einfach mal geschaut, welche Organisationen und Leute im Allgemeinen als Dealer sehr bekannt sind. Pablo Escobar zum Beispiel schmuggelte eine Menge Kokain und der kolumbianische Drogenboss wurde schnell zu einer popkulturellen Einheit, mit dem Konterfei auf T-Shirt oder Heckscheibe! Beim Cannabis ist das ähnlich und wir suchen zusammen, was Kulturgeschichte und auch seriöser Journalismus so berichtet haben, schließlich erregte und erregt der Handel mit Haschisch und Marihuana nicht immer nur Kiffer, Patienten und die Polizei.

Und es geht nicht immer nur um Geld: Viele Dealer haben Gras geschmuggelt, um eigentlich ganz andere Sachen zu finanzieren von der Revolution bis zur ewigen Party aller Menschen, die sich vor Jahrzehnten gerade in den Zeiten der Hippies viele Leute ersehnten. Ein Cannabis Dealer ist eben kein Krimineller im klassischen Sinne, da er oder sie oder heute vielleicht in Berlin auch es lediglich eine Naturmedizin und – Droge verkauft, die nun heute endlich wieder rechtlich erlaubt ist, zumindest bei uns schon mal auf Rezept.

Hier unsere Top 5 Liste der wichtigsten Cannabis Dealer aller Zeiten:

  • Platz 5 – Schapelle Corby

Wer? Die meisten Kiffer haben von dieser Dame aus Australien wohl noch nie gehört, aber sie wurde im Jahr 2004 für den Schmuggel von rund 4 Kilo Hanf in Indonesien angeklagt. Das ist zwar erstmal nichts Besonderes, da die Behörden im größten islamischen Land der Welt an den Airports genau hinsehen, was die verruchten westlichen Ausländer ins Land bringen – doch die in Plastik eingeschweißten Kilos riefen internationale Reaktionen hervor! Ms. Corby behauptet nämlich bis heute, dass sie niemals nur eine Ahnung hatte, was im Rucksack versteckt gewesen ist und das galt auch vor Gericht. Natürlich mussten die islamischen Richter die blonde alleine reisende Frau für 20 Jahre verknacken und sie glaubten die Story des Anwalts nicht, der Banden auf Bali die Schuld zuschob.

Warum ist das bedeutend? Der Fall von Schapelle Corby zeigte sehr deutlich, wie der internationale Handel mit Haschisch und Marihuana funktioniert und zu welchen Mitteln die Banden greifen können. Wenn Ihr also in solchen Ländern unterwegs seid und kifft, dann checkt Euer Gepäck lieber doppelt – es ist wie im Fall der Australierin nicht selten, dass hinterlistige Banditen Hanf hineintun und es später dann irgendwie wieder zurückbekommen, gern auch durch Erpressung.

  • Platz 4: The Brotherhood of Eternal Love

Diese Bruderschaft der ewigen Liebe wurde auch als die Mafia der Hippies bezeichnet. Neben LSD und den bekannten Sunshine-Orange-Tickets gab es bei dieser Vereinigung vor allem Haschisch zu kaufen in den 1970er Jahren. Ihr Begründer war ein gewisser John Griggs, der zunächst mit Raubüberfällen sein Geld verdiente, doch dann bei einem Raubzug auf LSD die Erleuchtung bekam und der Gewalt abschwor. Er gründete eine Kommune in Kalifornien, schmiss Pilze und psychedelische Drogen, baute an der Selbstversorgung mit eigenen Kleidern und Nahrungsmitteln.

Lustigerweise war die Brotherhood of Love bekannt für die kostenlose Abgabe von LSD quasi aus philanthropischen Gründen. Finanziert wurde das aber durch das Dealen mit Cannabis aus Afghanistan – kultgerecht geschmuggelt in VW-Bussen und in Surfbrettern. Auch Hanföl haben diese Leute schon hergestellt! Dazu haben sie Timothy Leary als Drogenpapst aus dem Knast geholt, ihren eigenen Film produziert (Rainbow Bridge) und auch die berühmte Hanfsorte Maui Wowie gezüchtet. Zerschlagen wurde diese Bande dann 1972 in einer großangelegten Polizeiaktion unter Präsident Nixon.

  • Platz 3: Tom Forcade

Dieser Typ hat wirklich alles probiert vom Publizisten über Punk bis hin eben zum Cannabis Dealer und vielleicht kennt Ihr ja die Zeitung High Times – Forcade ist der Gründer für den Stil in diesem für Kiffer einst unverzichtbaren Fachmagazin. In den 1960er Jahren schon wurde Tom mit Hanf aktiv, im Untergrund natürlich. Geschmuggelt wurde auf zweierlei Weise: Einmal das billige Gras aus Mexiko, versteckt in den Autoreifen von LKWs und dann das sehr feine, hochwertige Marihuana aus Kolumbien, für das die illegale Einfuhr in die USA per Flugzeug organisiert wurde.

Tom Forcade ist gerade wegen seiner immensen publizistischen Tätigkeiten pro Cannabis und pro Aufklärung bekannt. Eine Art Robin Hood quasi, so ließ er sich auch inszenieren, der es aufnimmt mit den übermächtigen Kräften einer beim Hanf extrem unfairen Regierung – leider ist dieser Held der Kiffer schon 1978 gestorben und konnte die Legalisierung dieser Tage nicht mal im Ansatz miterleben.

  • Platz 2: The Ethiopian Zion Coptic Church

Wer das liest merkt schnell: Hier wurde alles zusammengekocht, was geht! Äthiopien als eine Wiege des Urchristentums, Zion, dazu die Kopten aus Ägypten – diese Vereinigung war in den 1970er Jahren in Florida im Auftrag von Cannabis unterwegs. Noch bevor dann schließlich die Koksdealer kamen und Miami regierten, waren es Hanf Fans und Enthusiasten, die dem Sonnenstaat mit den Wirbelstürmen eine florierende Untergrundwirtschaft bescherten. Gut die Hälfte der USA dürfte in dieser Zeit das Gras von der Kirche bezogen haben, vor allem im Osten des Landes!

Eigentlich sind sie auch Abtrünnige von den Rastafaris und sie haben in Miami Beach im Prinzip von frühmorgens bis spätabends nur gekifft und gedealt, vor allem kam hier das Cannabis aus Jamaika. Eigene Farmen vor Ort, ein eigenes Schiff für den Transport – die Leute haben sogar Journalisten von NBC eingeladen, um den ihrer Meinung nach religiösen Prozess von Anbau und Konsum von Hanf zu dokumentieren. Soviel Offenheit war aber nicht im Sinne der Politik und schon bald gingen die wichtigsten Mitglieder in den Bau für Jahrzehnte, angeklagt wegen des Schmuggels von mindestens 100 Tonnen Haschisch und Marihuana. 

  • Platz 1: Howard Marks

Wo sollen wir hier anfangen? Wenn ihr mal die besten Kiffer Bücher checkt, dann findet Ihr diesen Briten ganz oben auf der Bestellerliste mit eigener Biographie. Howard arbeitete für den britischen Geheimdienst, spielte Politiker und Kriminelle gegeneinander aus und begann seine Karriere als einer der wichtigsten Cannabis Dealer aller Zeiten schon an der Universität. Dort bezog er den Haschisch von Kommilitonen aus Pakistan und sogar die IRA hat ihm beim Schmuggeln geholfen!

Zeitgleich führte Marks rund 25 verschiedene Unternehmen, die alle mehr oder weniger zu tun hatten mit dem illegalen Handel von Cannabis. Er machte Deals mit der CIA, der Mafia, mit lateinamerikanischen Gangs und wurde schließlich doch von der DEA geschnappt, wobei die Zeit dann im Knast überschaubar geblieben ist wohl aufgrund von Vereinbarungen. Die Veröffentlichung seiner weltweit massenhaft verkauften Biographie nutzte Howard Marks immer wieder, etwa bei Lesungen, um die Legalisierung von Cannabis zu fordern. Gestorben ist dieser Vorkämpfer für Hanf legal im Jahre 2016.