Gründe für eine Legalisierung von Cannabis

Einer neuen Umfrage zufolge zeigen sich viele Leute in den USA einer Legalisierung von Cannabis aufgeschlossen und dabei wurden endlich auch mal die Gründe pro und contra Hanf erfragt. (Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay)

In den Medien wird gerne mit Zustimmung oder Ablehnung gegenüber einer Legalisierung von Hanf für Erwachsene als Genussmittel oder als Medizin geworben als Schlagzeile, doch warum stimmen die Leute eigentlich für oder gegen Cannabis? Was sind Gründe für eine Legalisierung und wofür würden sich Befragte entsprechend einsetzen? Wir haben uns dazu mal eine der ganz neuen Umfragen aus den USA vom recht renommierten Gallup Institut angeschaut, das ist durchaus repräsentativ auch für Deutschland, wo solche konkreten Demoskopien zum Hanf von der Politik lieber nicht durchgeführt werden – es könnten ja wie so oft bei Volksbefragungen unliebsame Ergebnisse herauskommen.

Mehr als tausend Bürger werden telefonisch zum Hanf befragt

Durchgeführt hat die Recherche das genannte Institut gerade erst im Mai und nun wurde veröffentlicht, dass gleich mal 64% aller Amis für die Freigabe von Haschisch und Marihuana auf Bundesebene sind. Derzeit erlauben Cannabis als Genussmittel nur einige Bundesstaaten. Bei den Gründen sind es 86%, die halten Hanf für hilfreich und wertvoll als Medizin und stimmen daher für eine Freigabe. Folgende Zustimmungsraten und Gründe folgen auf den Plätzen:

  • 70% wegen Recht und Gesetz: Wird Cannabis legalisiert, dann kann sich die Polizei wie Justiz um wirklich wichtige Sachen kümmern! Leider ist das in der Praxis nicht unbedingt gewollt – in Deutschland etwa dürfen arabische Clans seit Jahrzehnten illegale Geschäfte machen, während die Cops kleine Kiffer jagen, ist ja einfacher und ungefährlicher.
  • 60% wegen persönlicher Freiheit: Wer kiffen will, der soll es tun – was maßt sich die Politik im 21. Jahrhundert noch an, das erwachsenen Bürgern zu verweigern?
  • 56% wegen Steuern und Abgaben: Die Regierungen profitieren durch neue Einnahmen, ohne dass mal wieder Lasten eingeführt werden müssen, die alle Leute bedrücken wie die für Deutschland geplante unsägliche CO2 Steuer.
  • 47% wegen Regulierungsfragen: Von der Regierung überwachte und kontrollierte Cannabisprodukte sind besser für Konsumenten als die Ware vom Dealer.

Auch wurde genannt, dass die Anti-Hanf Propaganda Unsinn ist – Cannabis wird seit Jahrtausenden vom Menschen als Heilmittel und Droge verwendet, doch offensichtlich seit einigen Jahrzehnten, die zufällig mit dem Aufstieg der Pharmaindustrie zusammenhängen, stigmatisiert und das halten immerhin noch 35% für eine ziemlich deutliche und verwerfliche Verblödung.

Und was sagen die Gegner einer Cannabis Legalisierung?

Auch die andere Seite wurde ausführlich befragt und hier sind die Gründe erwartungsgemäß verschieden. Die meisten Leute fürchten sich nämlich vor bekifften Autofahrern, die eine Menge Unfälle verursachen – auch wenn neue Studien THC als gar nicht so gefährlich am Steuer bezeichnen wie das die Anti-Hanf Lobby stur behauptet. Als Gründe gegen eine Cannabis Legalisierung werden unter anderem genannt:

  • 79% wegen unsicherem Straßenverkehr wie schon beschrieben
  • 69% wegen der Gefahr, dass Cannabis als Einstiegsdroge zu Heroin und Co führt, auch wenn dieser Mythos sehr lange widerlegt ist – im legalen Hanf Store verkauft niemand Koks!
  • 62% wegen dann noch mehr Kiffern, schließlich wäre Marihuana ganz leicht zu haben
  • 54% wegen allgemeiner Schäden, die Hanf anrichtet
  • 43% weil Cannabis rauchen einfach unmoralisch ist („Gute Menschen rauchen kein Marihuana“ so einst Jeff Session, der Ex-Justizminister der USA)

Die Zustimmung überwiegt also die Ablehnung, zumal dabei die Begründungen wie unmoralisch oder auch gefährlich mehr als schwammig sind. Konzentrieren wir uns also auch in Deutschland auf die Aspekte, die für eine Legalisierung sprechen – Freiheit, Gleichheit, Sicherheit – und es wird Zeit, dass auch hierzulande diese Selbstverständlichkeiten für erwachsene, selbstverantwortliche Bürger endlich eingeräumt werden.