Hanfsamen Keimrate verbessern

Eine neue Studie zeigt, wie sich durch das Vertikutieren der Hanfsamen deren Keimrate verbessern lässt und eine größere Ernte heranwächst (Bild von Kruscha auf Pixabay).

Hochwertige Seeds einfach zu Hause in die Erde stecken und indoor oder eben outdoor in den warmen Monaten Cannabis anbauen ist sehr beliebt und nun gibt’s hier neue Erkenntnisse für eine noch bessere Zucht. So können sich die Kiffer Hanfsamen online kaufen und durch ein simples Verfahren deren Keimrate verbessern, wofür es einer Studie zufolge lediglich bestimmte Mittel zum Desinfizieren braucht. Schneller züchten und mehr Gras ernten, das ist logischerweise willkommen und dafür müssen wir nicht einmal so versiert oder ausgestattet sein wie die Forscher an einer kanadischen Uni. In dem Land ist Hanf sowieso schon lange legal für Erwachsene und wir sind gespannt, ob nach einer Legalisierung von Cannabis in Deutschland eines Tages auch hier entsprechende Innovationen in der Landwirtschaft zu erwarten sind.

Abschneiden der Spitzen von Hanfsamen als simple, aber effiziente Methode?

Korrekt, denn eigentlich ist es nicht sonderlich kompliziert was die Wissenschaftler an der University of Guelph im schönen Ontario herausgefunden haben: Skarifizierung lautet der offizielle Terminus für ein Verfahren, bei dem die Spitzen unserer Hanf Seeds sozusagen gekappt werden. Dadurch wachsen im Test die Pflanzen in der Summe schnell, da sowohl die Keimzeit der Hanfsamen verkürzt ist wie sich zugleich die eigentlich Keimungsrate stark erhöht.

Eine wichtige Rolle könnte dabei das Desinfizieren spielen. Das Forschungsteam nahm sich verschiedenes Cannabis Saatgut heran und brachte das mit unterschiedlichen Desinfektionsmitteln in Kontakt. Im Fokus stand die eigentlich in-vitro Keimung der Seeds und siehe da – eine Mischung aus Natriumhypochlorit (4,6%) und Wasserstoffperoxid (0,008%) über einen Zeitraum von etwas mehr als 16 Minuten brachte ausgezeichnete Ergebnisse. Durch die kurze Zeit des Einweichens der Hanfsamen wurde eine Verunreinigung zudem vermieden.

Neues Cannabis Saatgut für Unternehmen und Hobbyzüchter

Skunk, Haze und Kush waren natürlich nur der Anfang und neben der oft jahrzehntelangen Arbeit von aktiven Züchtern kommen die nächsten Trends nun aus dem Labor. Das verspricht noch bessere Genetik und damit eine Wirksamkeit der Hanfsorten, die dank solcher Seeds gerade im therapeutischen Bereich als Medizin viel Gutes tun können. Mit dem gerade entwickelten Verfahren aus Kanada kann die Dekontaminierung von Samen für die Hanfpflanze reduziert werden und es ist logisch, wenn dank der fairen Gesetzgebung selbst bald im bräsigen Europa bald noch viel mehr von einer Botanik angebaut wird, die vielseitig ist und gut sein kann fürs Klima.

Um die Spitze der Cannabis Seeds zu entfernen wurde übrigens ein winziges Skalpell verwendet und auch Schwefelsäure kann hilfreich sein für die Keimrate. Züchter egal ob hobby oder professionell sollten sich die Verfahren in jedem Fall notieren und ausprobieren, schließlich ist jede Saat am Ende so gut wie die Bauern und deren Bereitschaft zur Fürsorge. Vertikutieren ist per se nichts neues, aber wenn es schneller und besser den gewünschten Ertrag bringt sollte man unbedingt mal einen Versuch starte.