cannabis legalisierungCannabis ist beliebt als Rauschdroge, es ist weit verbreitet, wird in ganz unterschiedlichen Formen von unzähligen Menschen genossen – doch in Deutschland ist es streng verboten. In der Bundesrepublik herrscht gegenüber Marihuana, Haschisch oder wie auch immer Cannabis hierzulande bezeichnet wird eine Gemengelage aus Lobbyismus, Unkenntnis und Vorurteilen. Gerade einmal in der Medizin hat sich die Regierung etwas bewegt und stellt seit einiger Zeit die Droge auf Rezept zur Verfügung. Cannabis hat also für die aktuelle Politik in etwa den gleichen Stellenwert wie Valium oder starke Schmerzmittel und natürlich geht das total an der Wirklichkeit vorbei.

Es kommt Bewegung in die Cannabis Legalisierung

Doch es tut sich etwas: Die gesellschaftlichen und kulturellen Urteile gegenüber dem Kraut ändern sich gerade auf der ganzen Welt geradezu radikal und Länder wie Portugal, Tschechien, Holland sowieso und auch die Vereinigten Staaten gehen zu einem liberalen Verständnis über. Das heißt in der Praxis oft eine umfassende Cannabis Legalisierung, zumindest für den Eigenbedarf und wer heute im US Bundesstaat Washington wohnt oder in Montevideo, der Hauptstadt von Uruguay, wohnt, der kann sich Gras oder ein Bröckchen Piece, Shit, Polle problemlos in Fachgeschäften oder Apotheken kaufen.

Stand der Dinge in der Cannabis Legalisierung :

  • Cannabis ist in Deutschland für Schwerkranke gegen Rezept zu haben, mehr geht zur legal nicht
  • Bundesländer handhaben die Eröffnung von Verfahren gegen Kiffer unterschiedlich, es wird von geringfügigen Mengen gesprochen und dabei wird oft die Strafverfolgung eingestellt
  • mehr als vier Millionen Deutschen ziehen gerne mal einen Joint durch
  • die Politik ist verfangen in konservativen und zugleich erzieherisch – gängelhaften Denkmustern, die an den völlig willkürlichen Geist der Opiumkonferenzen vor hundert Jahren erinnern
  • Veränderungen sind schnell möglich, hängen aber von den Regierungskonstellationen ab

Die Politik und der deutsche Michel: Saufen statt kiffen?

Bilder vom Oktoberfest und von Männern mit Maßkrügen bestimmen irgendwie das Selbstbild der deutschen Politik, wenn es um das Verständnis von Party, Feiern, ja von Entspannung und Ausgelassenheit geht und dabei spielt die Tüte, der Joint oder gar die Wasserpfeife mit Marihuana überhaupt keine Rolle. Noch bestimmen recht moralistische, gängelnde Aussagen das Bild wie etwa jene der unsäglichen Bundesdrogenbeauftragten, die auf die Frage, warum Alkohol erlaubt und Cannabis verboten sei, antwortete: „Weil Cannabis eine illegale Droge ist.“ Dadurch zeigt sich zum einen die Verweigerung gegenüber der Realität, schließlich kifft heute ein Gutteil der Bevölkerung und holt sich das Zeug illegal beim Dealer, vier Millionen sollen es im Schnitt sein, zum anderen versucht aber auch die Politik mal wieder eine umfassende Erziehung der Bürger und der soll doch bitte Bier nach deutschem Reinheitsgebot genießen statt feinstes Kush oder ein paar Buds Northern Lite.

Die Frage nach einer Legalisierung von Cannabis beginnt sich zwar in einzelnen Bundesländern langsam mit Modellversuchen zu stellen, doch selbstverständlich hängt eine prinzipielle Veränderung von der Bundesregierung ab. Wenn hier beispielsweise bei der Wahl 2017 die CDU keine Koalition allein mit der SPD hinbekommt, dann holt Angela Merkel mit Sicherheit die Grünen mit ins Boot und deren Forderung lautet immerhin einen umfassende Legalisierung von Haschisch und Marihuana. Es lohnt sich also, Umfragen und Wahlen zu verfolgen, das kann enormen Einfluss haben.

Heuchelei und Gefahrenpotential

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